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Vergibt die EZB bald Direktkredite an die Unternehmen
Vergibt die EZB bald Direktkredite an die Unternehmen?
Die Europäische Zentralbank hatte seit Mitte des letzten Jahres den Leitzins in mehreren Etappen von bis dahin 4,25 Prozent auf mittlerweile 2,0 Prozent gesenkt und das erreichte Niveau soll erst einmal bestehen bleiben. Allerdings rechnen Experten ab März aber mit einem weiteren Zinsschritt.
Worauf ist diese Lockerung durch die EZB zurückzuführen? Die Zentralbank ist sich wohl bewusst, wohin eine Kreditklemme führen kann. Werden keine Kredite mehr vergeben wird in der Folge weniger investiert. Kommt es dann noch zusätzlich zu einem stagnierenden Kaufverhalten der Verbraucher, wird daraus sehr bald eine handfeste Krise mit Tendenz stark nach unten.
Deflation, Arbeitslosigkeit und Produktionsrückgang sind charakteristisch für diese prekäre Situation der Volkswirtschaft.
Die Zinssenkung soll Kredite ermöglichen, denn dadurch werden diese billiger. Die Nachfrage nach Geld steigt und das ist schließlich das Grundprinzip der Marktwirtschaft.
Experten stellen den Erfolg dieses Instrumentes allerdings in Frage und bezweifeln die Wirksamkeit eines absolut niedrigen Zinses. Sie kommen immer mehr zu dem Schluss, dass die EZB selbst Kredite an die Unternehmer vergeben sollte. Dieses amerikanische Modell wird als einzig wirkungsvoll eingestuft, weil die Geschäftsbanken dabei außen vor bleiben. Das Verfahren birgt aber die Gefahr in sich, dass auch Unternehmen, denen es eigentlich nicht mehr gut geht, Kredite erhalten.
Die "Natürliche Auslese" erkrankter Unternehmen findet so nicht statt und im Privatkreditbereich ist diese Variante ebenfalls kaum denkbar.
Meldung vom 09.02.2009
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